Aussteller/innen 2021

Johannes Follmer

Papierschöpfen

In der historischen Papiermühle in Homburg am Main wird Papier gemacht. Als Papiermacher in fünfter Generation arbeitet Johannes Follmer heute wieder auf ganz traditionelle Weise. Die handgeschöpften Büttenpapiere aus seiner kleinen Manufaktur sind seltene Zeugen einer Zeit, als der Kulturträger Papier nur Wenigen vorbehalten war. Heute werden sie geschätzt von feinsinnigen Individualisten, die für ihre Gedanken und Ideen lebendige Partner suchen.
Die Homburger Papiermanufaktur von Johannes Follmer ist integriert in das Museum Papiermühle Homburg. Das liebevoll restaurierte Industriemuseum, in dem von 1807 bis 1975 Papier produziert wurde, gibt heute Einblick in traditionelle und frühindustrielle Produktionsmethoden und das Arbeitsleben der Papiermacherfamilie Follmer. Einzigartig in Bayern ist dabei, dass die komplette technische Anlage erhalten ist.

www.homburger-papiermanufaktur.de

Rita Imfeld

Buntpapiere

Rita Imfeld beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Herstellung von Buntpapieren und mit der Produktion von verschiedenen feinen Dekorations- Objekten aus Papier wie Blumen, Girlanden, etc. – begehrte Artikel in ihrem kleinen Laden, den sie durch viele Jahre hindurch in Gelterkinden führte. Vor allem aber ist sie begeistert von der Vielfalt und Schönheit der unzähligen Buntpapiertechniken.

Die Leidenschaft für’s Papier hat Rita Imfeld erworben in Kursen bei Marianne Moll und durch langjährige Zusammenarbeit mit ihr.

Die Technik der Spachtelpapiere ist modern, schlicht – manchmal aber auch überaschend/ raffiniert. Rita Imfeld zeigt deren Herstellung in der ganzen Bandbreite – von einfach bis anspruchsvoll. Sie weist hin auf die Weiterverarbeitung der Papiere zu kleinen Geschenken und vielfältigen andern Anwendungsmöglichkeiten und lässt die BesucherInnen teilhaben an ihren Ideen und ihrem Wissen.

Imad Al-Khaldi

Kalligraphie

Die philosophische Dimension der arabischen Kalligraphie umfasst das Staunen und die Liebe zugleich. Es drückt Freiheit aus und steigert die Verantwortung des Künstlers, indem er sein Werk als Herausforderung bewältigen muss. Sie drückt auch oft den Bezug des Menschen zur Natur und zum Universum aus, dabei immer den Versuch zu unternehmen, das Universum auf seine Symbole und Buchstaben zu reduzieren, um den Dingen Bedeutung zu geben.

www.calligrapher-alkhaldi.com

Sandra Merten

Handbuchbinderei

Sandra Merten betreibt die Handbuchbinderei Merten im Bodmanhaus in Gottlieben. Die Schwerpunkte der Werkstatt liegen auf Bucheinbänden und Buchrestaurierungen sowie bibliophilen Einbänden und freien Arbeiten. Häufig wiederkehrend ist der Werkstoff Papier nicht nur innen, sondern auch als Bezugsmaterial aussen auf Büchern zu finden, als Resultat der Auseinandersetzung mit dem Papier in seiner Vielfältigkeit. Die Suche nach individuellen Gestaltungsmöglichkeiten im Austausch mit dem Auftraggeber nimmt einen breiten Raum ein und die Handbuchbinderin nimmt sich in ihrer Werkstatt gerne Zeit dafür.

Im Bodmanhaus zeigt Sandra Merten Bücher aus ihrer Arbeit.

www.handbuchbinderei-merten.ch

Gerda Ritzmann

Paper Art

Papiere und Kartons werden auf unterschiedlichste Weise bearbeitet, zerschnitten, zerstückelt, geformt, bemalt, um die visuellen Sinne zu stimulieren durch das Spiel der Strukturen, Farben und Formen. Mit diesem unkonventionellen Material erzeuge ich eine neue Aussage, die über das rein Gesehene hinaus reichen soll.

Diese kreativen Prozesse sind sehr arbeitsintensiv und geistig fordernd nach den grundlegenden Fragen des Lebens. Das Leben selbst, bestimmt vom Alltagsgeschehen, den Höhenflügen und Niederlagen, Glücks -und traurigen Momenten, den Tagen die sich aneinander reihen, Lebenslinien zeichnen, Kerben hinterlassen, vom Zusammenleben mit den Mitmenschen und vom Alleinsein, der Liebe zur Natur, alles worum meine Gedanken kreisen, findet sich in meinen Arbeiten.

www.gerilu-art.pictures

Heidi Schöni

Takeo Collection

Heidi Schöni arbeitet mit Installationen, Fotografie, Video, Objekten und Malerei. Im Rahmen von Papier&was präsentiert sie den Besuchenden das aufliegende Buch „Handmade Papers of the World“, eine Sonderedition der TAKEO CO., LTD.

Die sehr spezielle und aufwändig gestaltete Edition besticht als erstes durch ihre Verpackung. In einer handwerklich fein gearbeiteten und ausgefütterten Box befinden sich drei Mappen und zwei Bücher. Zwei der Mappen enthalten je Sammlungen von wertvollen Papieren aus der westlichen und der östlichen Hemisphäre. In einer kleineren Mappe finden sich Muster der Vorläufer geschöpfter Papiere: Tapa, Amatl Papier, Pergament, Papyrus und Bai Lan. Die Sammlung enthält 260 nummerierte und klassifizierte Einzelmuster aus Papiermanufakturen und Antiquariaten der ganzen Welt. Sie wurden von Eiichi Takeo und Hiraku Kido in sechsjähriger Arbeit zusammengetragen und werden je in Einzelmäppchen mit Guckloch präsentiert.

www.heidischoeni.com

Verena Sieber-Fuchs

Schmuck

Meine Lust und Freude ist es, mit ganz verschiedenen, meist unscheinbaren, scheinbar wertlosen Materialien zu spielen, sie ihrer angestammten Funktion zu entfremden, sie in neue, ungewohnte Zusammenhänge zu vernetzen.

Was dabei unter meinen Händen entsteht, mag andere genauso überraschen, wie es mich selbst oft verwundert und erstaunt und erfreut.

www.verenasieberfuchs.ch

Gaby Studer

Papierschnitt

Gaby Studer lebt und arbeitet im Zürcher Wehntal. Schon seit jeher kreativ und künstlerisch tätig, wurde Ihre Aufmerksamkeit nach einem mehrjährigen Aufenthalt im Berner Oberland auf den Scherenschnitt gelenkt. Fasziniert von der Einfachheit des Materials und der Unendlichkeit des Möglichen fand sie nach kurzer Zeit Ihre Leidenschaft und absolute Berufung.

Die Reduktion auf Schwarz und Weiss ist eine immerwährende Herausforderung, trotzdem gelingt es ihr, Landschaften, Stimmungen und Strukturen detailgetreu und filigran wiederzugeben.Mittlerweile etwas abgewandt vom traditionellen Scherenschnitt, findet Gaby Studer aber nach wie vor ihre Inspiration in der Schönheit und Vollkommenheit der Natur. Es ist der Wunsch der Künstlerin, den Betrachter mitzunehmen in die Stille, und Ihm die Augen zu öffnen für unsere wundervolle Welt.

www.gabystuder.com

Anne Weber

Schachteln

Die Herstellung einer Schachtel ist eine einfache handwerkliche Arbeit, die technisch gut zu bewältigen ist. Sie erfordert Präzision nicht aber Perfektion.

Als Autodidaktin hat mir das Buch von Franz Zeier „Schachtel, Mappe, Bucheinband“ sehr gute Dienste geleistet. Bei der Arbeit lege ich Wert auf die Gestaltung.

Die Einteilung und Farbgebung kann sich dem Inhalt anpassen oder umgekehrt.

Für sich selbst schon Schmuckstücke bieten die Schachteln Platz für allerlei Kleinigkeiten wie Schmuck, Schreibzeug oder persönliche Kostbarkeiten.

www.anne-weber-schachteln.ch

Therese Weber

Paper Art

Der Weg der künstlerischen Auseinandersetzung führte Therese Weber in den frühen 1980er-Jahren zum Studium in die USA. Es war die Zeit der Aufbruchstimmung der Paper- Art. Es folgten die Auseinandersetzung mit der asiatischen Kultur und mehrere Arbeitsaufenthalte in Japan. Ihre künstlerischen Forschungsschwerpunkte fokussieren das Medium Papier, Pulp-Painting, Fotografie, Zeichnung und Objekt.

Therese Weber vertrat die Schweiz in internationalen Ausstellungen wie Constellations-Aspects of Contemporary Swiss Art in Japan, Taiwan und den USA und wurde ausgezeichnet mit verschiedenen Kunstpreisen. Sie ist Gründungsmitglied und war Präsidentin der International Association of Hand Papermakers and Paper Artists (IAPMA) von 1992 bis 1996. Ihre Werke sind vertreten in zahlreichen Museen, öffentlichen Institutionen und privaten Sammlungen.

www.thereseweber.ch

Verein AGATHU

Papiergürtel

AGATHU will Fremden und Einheimischen ermöglichen, ein Stück Weg miteinander zu gehen, Erfahrungen auszutauschen, Integration zu erleichtern, Rechtsfragen zu klären und Hilfe zu leisten.

Die Menschen, die vom Ausreisezentrum (BAZoV) zu uns kommen, leben nur für kurze Zeit in Kreuzlingen. Ihre Wege führen sie meist zurück ins Herkunftsland oder in einen anderen Staat des Dublin-Raumes. In dieser entscheidenden Zeit möchten wir ihnen durch sinnvolle Aktivitäten die Wartezeit verkürzen und versuchen, ihnen etwas Brauchbares für die Zukunft mitzugeben.

In Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Ausstellung Papier& was und dem Verein AGATHU wurden im Sprach-Nähcafé eine Vielzahl bunter und einzigartiger Papiergürtel erstellt.

www.naeh.ch